Verhaltensbiologie und Chronobiologie

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Verhaltensbiologie und Chronobiologie

Art.Nr.: 11243

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Heft 9 des 4. Jahrganges der Reihe "QUERSCHNITTE zum Thema "Verhaltensbiologie und Chronobiologie"


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Kurzfassung des Inhaltes:

Das Thema Verhaltensbiologie ist in den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufen fest verankert. Gleichzeitig handelt es sich um eine wissenschaftliche Disziplin, die durch eine Abfolge von Paradigmenwechseln bzw. den Konflikt verschiedener Denkschulen gekennzeichnet ist. So wurden zu Beginn der 1990er Jahre Resultate der klassischen Verhaltensforschung, die seit Jahrzehnten Lehrbuchbestand waren und auf die Arbeiten der Nobelpreisträger Lorenz und Tinbergen zurückgingen, fundamental angezweifelt. Gleichzeitig errang die sogenannte „Soziobiologie“, deren Popularität auf Richard Dawkins Wissenschaftsbestseller „Das egoistische Gen“ basiert, eine Vormachtstellung bei der Diskussion verhaltensbiologischer Probleme. Dies bedeutet freilich nicht, dass die Soziobiologie die vorangegangenen Resultate vollständig in den eigenen Deutungshorizont übernommen hat. Wie jeder wissenschaftlich-methodische Ansatz hat sie ihr besonderes Aufgabengebiet und ihren besonderen Arbeitsgegenstand, den es auszuzeichnen gilt, bevor sinnvoll über ihre Errungenschaften geredet werden kann. Speziell hierzu soll vorliegendes Heft einige neue, kritische Gedanken beisteuern. Der Themenkomplex birgt durchaus „Zündstoff“, etwa bei der Frage, ob von zoologisch-ethologischen Erkenntnissen auf die Gesamtheit menschlichen Verhaltens geschlossen werden kann. Solche „Biologismen“ wurden schon während des Aufkommens der Soziobiologie heiß diskutiert.

Einem speziellen Thema der Verhaltensbiologie, dem Schlaf, ist der zweite Beitrag dieses Heftes gewidmet. Schlafrhythmen, generell biologische Uhren und die von ihnen induzierten Rhythmen, haben Einfluss auf Prozesse, Funktionen und das Verhalten aller biologischen Organismen. Bereits im 18. Jahrhundert beobachtete der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland den menschlichen Schlaf und die menschlichen Körperrhythmen in erstaunlicher Detailgenauigkeit und formulierte darauf aufbauend Empfehlungen, die bis heute ihre Geltung bewahrt haben. Durch die umfangreichen und vielfältigen Forschungsarbeiten, die seit den 1950er Jahren in der der Chronobiologie geleistet wurden, konnten seine Thesen inzwischen auf wissenschaftlich soliden Boden gestellt werden. Bezogen auf die Ausführungen Hufelands werden hier Grundlagen der biologischen Rhythmen und des Schlafs dargestellt als Hintergrund und Anregung zur Steigerung des individuellen Wohlbefindens und zum effektiveren Umgang mit Krankheiten und Schlafproblemen. Die Chronobiologie ist für die medizinische Forschung von großer Bedeutung, da sie z.B. zeigen konnte, dass die (Neben-)Wirkungen von Medikamenten direkt von Tagesrhythmen des Patienten abhängen können.

36 Seiten

QUERSCHNITTE erscheint im Khorshid-Verlag.

ISSN: 1862-4839

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